Mobil ohne (eigenes) Auto

 

Die Stadt Freiburg hat in den letzten Jahren bereits einiges für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur getan. Auch in Zukunft soll weiter aus- und umgebaut werden. (Fotoquellen: ifpro)

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Wie in vielen größeren Städten Deutschlands sind voll geparkte Straßen auch ein bekanntes Problem in den Freiburger Stadtteilen. Viele Menschen besitzen Autos, manche Familien gleich mehrere. Das Auto steht nach wie vor für Freiheit und ist ein essenzieller Bestandteil im Leben der Menschen, vor allem von Pendler:innen. Doch braucht es wirklich ein eigenes Auto, um mobil zu sein?
Um dieser Frage auf den Grund zu gehen hat das Umweltschutzamt der Stadt Freiburg im Rahmen des Klimaquartiers Waldsee das Experiment „Mobil ohne (eigenes) Auto“ initiiert. Das erklärte Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, einen Alltag ohne eigenes Auto zu erproben. Unterstützt wird das Projekt auch von FRelo, VAG, Stadtmobil, Grüne Flotte und RVF.

„Die ersten zehn Haushalte aus dem Stadtteil Waldsee, die bereit sind, ihr Auto für einen Monat stehen zu lassen, erhalten im Gegenzug von zahlreichen Partnerinnen und Partnern ein umfassendes Mobilitätspaket. So können Teilnehmende vergünstigt Car-Sharing-Angebote nutzen, erhalten eine Regio-Karte, außerdem können die Leihräder von FRelo einen Monat kostenlos genutzt werden (inklusive der Lasten-FRelos)“, so die Stadt Freiburg. Das Experiment soll zeigen, ob die zahlreichen Alternativen für genügend Mobilität im Alltag sorgen können, um den Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden.

Zwei Familien haben bereits erfolgreich an dem Experiment teilgenommen und berichten von ihren Erfahrungen. Das Fazit bisher: Ein Leben ohne Auto ist möglich, klimafreundlich, platzsparend und durch das viele Fahrradfahren bewegungsreich. Doch noch ist die Infrastruktur nicht optimal aufgestellt, um stets einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Ob nun ein verspäteter Zug, ein platter Reifen oder eine leere FRelo-Station; wer von heute auf morgen auf sein Auto verzichtet, muss sich umstellen und ist noch nicht ganz so flexibel wie mit dem eigenen Auto vor der Haustür.

Noch sind freie Plätze verfügbar und die Stadt ist auf der Suche nach weiteren Freiwilligen, die daran teilnehmen möchten. Wer also die Herausforderung einen Monat auf sein Auto zu verzichten annimmt, kann von vielen Vergünstigungen und Vorteilen profitieren und vor allem angesichts ansteigender Spritpreise auch viel Geld sparen.

Das Angebot richtet sich sowohl an Familien als auch Einzelpersonen aus Waldsee. Wir von ifpro freuen uns sehr, dieses Projekt ab sofort zu betreuen und mit begleiten zu können, um den Klimaschutz auf kommunaler Ebene voranzutreiben. Interessierte können sich daher jederzeit bei uns unter mobil[at]ifpro.de oder unter 0761 51914319 melden.