Wie gelingt es, Klimaschutz in Kommunen strategisch zu verankern und wirksam umzusetzen?
Diese Frage steht im Mittelpunkt unserer Fortbildung „Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement“ und prägt auch den Berufsalltag unserer Interviewpartnerin Antonia Schüttler. Sie hat die Fortbildung 2025 absolviert, lebt und arbeitet seit drei Jahren in Freiburg und ist bei den Klimapartnern Südbaden im Bereich Klimaschutz-Sparring tätig. Dort begleitet sie Kommunen und weitere Akteur:innen dabei, Klimaschutz ganzheitlich zu denken, strategisch auszurichten und konkrete Maßnahmen praxisnah auf den Weg zu bringen.
Im Interview berichtet Antonia, welche Impulse sie aus der Fortbildung mitgenommen hat und wie diese ihre Arbeit bereichern.
Was war deine Motivation, an dem Kurs teilzunehmen?
Ein zentraler Beweggrund war für mich das Netzwerk – sowohl das der Dozierenden als auch der anderen Teilnehmenden. Der Austausch mit Menschen, die aus ganz unterschiedlichen kommunalen Kontexten kommen, ist enorm wertvoll. Darüber hinaus wollte ich mein Grundlagenwissen im kommunalen Energie- und Klimaschutzmanagement ausbauen. Mir ging es bewusst um einen „Rundumblick“: Zusammenhänge besser verstehen, Fachbegriffe in allen Bereichen einordnen können und Sicherheit in verschiedenen Themenfeldern gewinnen. Nicht zuletzt war die Teilnahme auch Ausdruck meines persönlichen Weiterbildungswunsches. Ich wollte mein Wissen vertiefen, neue Perspektiven kennenlernen und mich fachlich wie auch persönlich weiterentwickeln.
Hat die Weiterbildung deine Erwartungen erfüllt?
Ja, auf jeden Fall. Besonders das entstandene Netzwerk an Ansprechpersonen ist für mich ein großer Gewinn. Im Arbeitsalltag erleichtert es vieles, zu wissen, wen man bei bestimmten Fragestellungen kontaktieren kann – und dass diese Kontakte auf einem gemeinsamen fachlichen Fundament aufbauen.
Wie hat der Kurs dein Verständnis von kommunalem Energie- und Klimaschutzmanagement beeinflusst?
Der Kurs hat mein Verständnis deutlich geschärft. Ich habe gelernt, kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement noch stärker als Querschnittsaufgabe zu begreifen, bei der technische, wirtschaftliche, rechtliche und kommunikative Aspekte eng miteinander verknüpft sind. Besonders hilfreich war es, die unterschiedlichen Handlungsebenen – von der Strategie bis zur Umsetzung – klarer einordnen zu können und zu verstehen, wo typische Herausforderungen liegen und wie man ihnen begegnen kann.
Gibt es ein Erlebnis aus der Fortbildung, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Sehr prägend war für mich der Besuch einer Windkraftanlage am Schauinsland sowie einer Viti-PV-Anlage in Munzingen. Vor Ort zu sehen, wie innovative erneuerbare-Energien-Anlagen konkret funktionieren, war äußerst spannend. Gleichzeitig wurde deutlich, welche Hürden – etwa Genehmigungsprozesse oder Akzeptanzfragen – bestehen, aber auch, welche großen Chancen sich durch solche Projekte eröffnen. Diese Praxisnähe war besonders wertvoll.
Gibt es konkrete Projekte oder Maßnahmen, die du seitdem umgesetzt oder geplant hast?
Vor allem im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation konnte ich viele Impulse aus dem Kurs mitnehmen. Die Weiterbildung hat mir gezeigt, wie entscheidend eine verständliche, transparente und zielgruppengerechte Kommunikation für den Erfolg von Klimaschutzmaßnahmen ist. Diese Erkenntnisse fließen inzwischen regelmäßig in meine Arbeit ein – sowohl bei der Planung als auch bei der Umsetzung von Projekten.
Wie hast du die Dozierenden, die anderen Teilnehmenden und das Fortbildungsteam wahrgenommen?
Die Atmosphäre war insgesamt sehr angenehm und offen. Es herrschte ein lockerer Umgang, alle haben sich geduzt und auf Augenhöhe miteinander gearbeitet. Das fachliche Niveau innerhalb der Gruppe war sehr unterschiedlich, was die Wissensvermittlung nicht immer einfach gemacht hat. Die Dozierenden haben diese Herausforderung jedoch sehr souverän gemeistert und es geschafft, alle mitzunehmen.
Was würdest du jemandem raten, der gerade überlegt, sich in diesem Bereich weiterzubilden?
Gerade für Personen, die noch wenig oder kein Vorwissen im Bereich kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement haben, ist diese Weiterbildung eine hervorragende Chance. Sie bietet einen fundierten Einstieg, schafft Orientierung und eröffnet wertvolle Netzwerke – eine sehr gute Grundlage, um sich fachlich weiterzuentwickeln und sicherer im Themenfeld zu bewegen.
