Hinter uns liegt ein Monat voller Highlights, bereichernder Netzwerktreffen und dem Endspurt beim Bundespreis „Blauer Kompass“. Während draußen die Sonne brannte, drehte sich bei uns alles um die Frage: Wie machen wir unsere Region fit für die Hitze?
9. Netzwerktreffen: Hitzeaktionsplanung im Fokus
Der Klimawandel wird greifbarer denn je, seit das Thermometer in Freiburg und eigentlich überall nach oben klettert. Passend dazu stand unser 9. Treffen des regionalen Netzwerks Klimaanpassung ganz im Zeichen der Hitzeaktionsplanung. Gemeinsam mit gut 30 Akteur:innen aus Wissenschaft und kommunaler Praxis kamen wir an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg zusammen.
Vertreterinnen der Stadt Freiburg und des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald präsentierten ihren aktuellen Stand zur Hitzeaktionsplanung und ein Vertreter des Forschungsprojekts Prolok2 gab spannende Einblicke in die lokalspezifische Hitzeanpassung kleiner Kommunen. Auch der Austausch mit anderen Beteiligten kam nicht zu kurz, sodass wir am Ende mit vielen neuen Impulsen nach Hause gingen.

KlimAzubi: Top-10-Erfolg beim „Blauen Kompass“ und erfolgreicher Abschluss der Ausbildung
Neben dem Netzwerktreffen gab es noch einen Höhepunkt: Unser Projekt KlimAzubi wurde nominiert für den „Blauen Kompass“ – eine Auszeichnung für Projekte zur Klimaanpassung, vergeben durch das Umweltbundesamt (UBA) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV).
Von 488 Projekten haben wir es in die Top 10 geschafft! Auch wenn wir am Ende nicht auf dem Siegertreppchen standen, unsere KlimAzubis haben trotzdem ein wohlverdientes Zertifikat bekommen. Sie haben an zehn Terminen gelernt, wie Klimaanpassung in der Verwaltung gelingt und eigene Projekte umgesetzt – darunter:
- Ein interaktiver Infostand am Hitzeaktionstag mit Klimaquiz
- Der Bau eines Insektenhotels
- Ein Umweltbildungsprojekt in der Schule zum Thema Wasser

KEM-Präsenzwochenende: Kommunikation im Klimaschutz
Ein weiteres Highlight war das Präsenzwochenende unserer Weiterbildung: Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement (KEM). Wie erreiche ich meine Zielgruppe? Welche verschiedenen „Kommunikationstypen“ gibt es und wie kann ich diese unterschiedlich ansprechen, um Klimaschutz zu verankern? Diese und weitere Fragen wurden an dem Wochenende besprochen. Im Fokus stand die Rolle von Werten, Emotionen und sozialen Normen in der Klimakommunikation. Die Teilnehmenden wurden auch selbst aktiv. In Rollenspielen trainierten sie schwierige Gesprächssituationen und unterschiedliche Kommunikationsstile.

LUBW-Veranstaltung: Klimabetroffenheit im Fokus
Auch bei unserer vierten LUBW-Schulung zur Erstellung von Klimaanpassungskonzepten nach KlimaG BW drehte sich alles um spezifische Zielgruppen. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wer ist besonders verletzlich gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels und wie führen wir eine fundierte Betroffenheitsanalyse durch, um genau diese Bevölkerungsgruppen zu schützen? Wie wähle ich relevante Handlungsfelder aus und wo finde ich entsprechende Daten, z.B. zur Hitzebetroffenheit, Hochwasser, Grundwasser und Quellschüttung, etc.
Neben den rechtlichen Faktoren wurden auch ökologische und meteorologische Einflüsse wie Hitze, Starkregen und der Zustand der Wälder beleuchtet. Nach den spannenden Fachvorträgen nutzten die Teilnehmenden die Kleingruppen, um individuelle Fragen zu klären und eigene Erfahrungen zu teilen.
Am 29. September geht es in die nächste Runde: Dann widmen wir uns der konkreten Maßnahmenplanung, sodass auch der Umsetzung eines Klimaanpassungskonzepts nichts mehr im Weg steht. Melde dich dafür gerne hier an.
Fazit:
Hinter uns liegt ein aufregender Juni voller inspirierender Begegnungen, tiefgehender Inhalte und spannender Projekte. Vielleicht sehen wir uns ja schon bei einer unserer nächsten Veranstaltungen? Wir freuen uns auf dich!
